Paternalismus, der

Unter P. (vom lat. „pater“ für „Vater“) versteht man den Versuch Einzelner oder des Staates, das Wohlergehen einer Person auch ohne ihre Einwilligung oder sogar gegen ihren Willen durchzusetzen. Damit geraten paternalistische Maßnahmen in Konflikt mit der Autonomie von Personen. Dennoch sind sie etwa in der Verkehrsordnung alltäglich und werden im Hygienekontext etwa bei der Zwangsisolation infizierter Patienten durchgesetzt. P. wird in der Regel damit gerechtfertigt, dass ein voll informierter und rationaler Akteur ihm zustimmen würde.

Vgl. etwa O. Höffe: Lexikon der Ethik. 6. überarbeitete Auflage. München: C.H. Beck 2002, S. 196-197.

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